HANS STAUDACHER

1923 geb. in St. Urban, Kärnten; lebt und arbeitet in Wien.

Nach dem Besuch der Staatsgewerbeschule in Villach bildete sich Staudacher autodidaktisch aus. 1950/51 übersiedelt er nach Wien. Damals entstanden flächig konstruktive Figurationen. Mitte der 50er Jahre und Anfang der 60er Jahre hielt sich Staudacher längere Zeit in Paris auf, wo er sich mit dem lyrischen Informel Hans Hartung und George Mathieu auseinandersetzte. Ab 1951 malte er tachistische Kunstharzbilder mit einem deutlichen Bezug zum Gegenständlichen. Er wird Mitglied der Secession. Durch die Integration von skripturalen Elementen im Rahmen seiner Auseinandersetzung mit dem Lettrismus fand Staudacher zu seiner spezifischen, in Österreich singulären Malweise, welche auf einer poetischen Verbindung von Bild und Schrift beruht. Seit Beginn der 60er Jahre entwickelte Staudacher konsequent eine abstrakte Malerei, in der die spontane Geste das zentrale Thema ist. 1964 veranstaltete Staudacher eine Aufsehen erregende Aktion, eine „Bilderverbrennung“ vor der Wiener Secession als Protest gegen die Ignoranz des Publikums.



1983            Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst - Kategorie Malerei und Grafik

2004            Goldenes Ehrenzeichen für die Verdienste um das Land Wien


Ausstellungen (Auswahl)

1956              Teilnahme an der Biennale in Venedig
                        Einzelausstellung in der Wiener Secession

1965              Teilnahme an der Biennale in Tokio

1972              Österreichisches Kulturinstitut New York

1975              Teilnahme an der Biennale in Sao Paolo

1979              Neue Galerie der Stadt Linz

1982              Wiener Secession, Kärntner Kunstverein, Klagenfurt

1983              Wiener Secession

1989              Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz
                       Wien – Wien 1960 – 90, Museum für Moderne Kunst, Bozen
                       Kulturpreis des Landes Kärnten

1990              40 Jahre Informel 1959-90, Kurzausstellung und Festgestaltung
                      "Skripturale Informel 1956 -90", Galerie Wolf, Düsseldorf
                      Ursprung und Moderne" Neue Galerie der Stadt Linz
                      Galerie Zeitkunst, Kitzbühel

1991              Retrospektive in der Wiener Secession „30 Jahre Malerei als Lebensvollzug“

1993              Neue Galerie der Stadt Linz

1994              Museum für Moderne Kunst, Bozen

2001              Neue Galerie der Stadt Linz „Hans Staudacher – Prinzip Informel“

2003              PERMANENT 04 – Sammlung Essl, Kunsthaus Klosterneuburg

2004              SUPPORT – Die Neue Galerie als Sammlung 1950 – heute,
                       Neue Galerie Graz am Landesmusuem Joanneum

2005              Ars pingendi, Neue Galerie Graz am Landesmuseum Joanneum

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