OTTO MÜHL
(*1925 Grodnau, lebt in Portugal)

Der Klavierspieler, 1985
Acryl/Leinwand, 160 x 130  cm
signiert und datiert „muehl 29.12.85“

Otto Mühl (*1925 Grodnau, Burgenland)
1948 Lehramtsstudium für Deutsch und Geschichte an der Universität Wien,
1952 Lehramtsprüfung und Lehrtätigkeit, Studium der Kunstpädagogik an der Akademie der bildenden Künste bei Heimo Kuchling. Zeichenlehrer in einem Therapieheim der Stadt Wien.
1958 Zeichentherapeut in einem Heim für entwicklungsgeschädigte Kinder.
1960 Bekanntschaft mit Günter Brus und Ausstellung in der Galerie Junge Generation.
1961 Überwindung des Tafelbilds durch Aufschlitzen und Integration von Objekten, Bekanntschaft mit Hermann Nitsch, Ausstellungsbeteiligung Who is Who?, Secession Wien.
1962 Mühl lässt sich mit Hermann Nitsch und Adolf Frohner im Perinetkeller einmauern. Im Zuge der Ausstellung entsteht das Manifest Die Blutorgel.
1963 Fest des Psycho-physischen Naturalismus gemeinsam mit Hermann Nitsch als erste öffentliche Veranstaltung des Wiener Aktionismus. Sie wird von der Polizei abgebrochen und es folgen 14 Tage Arrest für die Künstler.
1964 Verfilmung von Materialaktionen mit Kurt Kren.
1966 Zusammenarbeit mit Günter Brus und Gründung des Instituts für Direkte Kunst, Teilnahme am Symposion Destruction in Art in London. Aktionskonzert für Al Hansen (Muehl, Nitsch, Weibel) Galerie nächst St. Stephan Wien.
1968 Aktion Kunst und Revolution im Neuen Institutsgebäude der Universität Wien und anschließend 2 Monate Haft.
1970 Gründung der Kommune Praterstraße und Teilnahme an der von Harald Szeemann kuratierten Ausstellung happening&fluxus in der Kunsthalle Köln.
1972 Ankauf des Friedrichshofs in Burgenland und Entwicklung der Kommune mit freier Sexualität, Gemeinschaftseigentum,
1973 Aktion an der Columbus University Ohio,
1974 Wiederaufnahme der Malerei.
1981 Ausstellungsbeteiligung Westkunst, Rheinhallen Köln.
1984 Brus Muehl Nitsch Schwarzkogler, Galerie Heike Curtze, Düsseldorf.
1985 Weltpunkt Wien. Un regard sur Vienne, Straßburg.
1986 Ausstellung Ausgewählte Arbeiten 1963-1986, Galerie Hubert Klocker in Wien, Zeichen und Gesten. Informelle Tendenzen in Österreich, Secession Wien.
1988/89 Von der Aktionsmalerei zum Aktionsimus. Wien 1960-1965, Museum Fridericianum, Kassel/Kunstmuseum Wienerthur/Scottish National Gallery of Modern Art, Edinburgh/MAK Wien.
1989 Otto Muehl. Politiker, Galerie Hubert Klocker Wien.Wiener Aktionismus. Wien 1960-1971. Der zertrümmerte Spiegel, Graphische Sammlung Albertina,  
1991 Auflösung der Kommune nach 21 Jahren und 7jährige Haftstrafe.
1992 Identität: Differenz. Tribüne Trigon 1940-1990. Eine Topografie der Moderne, Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum Graz.
1994 Hors Limites, Centre Georges Pompidou, Paris, Der Sprung ins Leere, Künstlerhaus Krinsky, Moskau.
1998 Aufführung des Aktionstheaters Muchl im Burgtheater und Ausstellung Muehl 7 im MAK Wien.
1998/99 Secession. Das Jahrhundert der künstlerischen Freiheit, Secession Wien/Rudolfinum Prag. Austria im rosennetz, Palais des Beaux-Art, Brüssel.
1999/2001 Aspekte/Positionen. 50 Jahre Kunst aus Mitteleuropa 1949-1999,  Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien/Ludwig Museum, Budapest/Fundació Miró,  Barcelona/Hansard  Gallery/City Gallery Southampton/Nationalgalerie Prag.
Seit 1998 lebt Muehl in Portugal in der Art&Life Family-Kommune.   
2002 actionnisme-grimuide 1962-2002, Galerie Rabouan-Moussion, Paris.
2004 Kunst & Revolte – Archiv Wiener Aktionismus, Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien.
2009 Viennese Actionism. From Painting to Action. Works from the mumok Collection. Museum Moderner Kunst Wien/Sofia Art Gallery, SAG, Sofia.
2010 Otto Muehl. In der Sammlung Leopold, Leopold Museum Wien.

Texte: copyright galerie suppan contemporary

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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